TCM – was ist das?

Traditionelle chinesische Medizin (TCM) ist eine alte naturheilkundliche Behandlungs- oder besser Lebensform, die sich vor Jahrtausenden in China entwickelt hat und heute in abgewandelter Form auch in vielen westlichen Ländern zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt wird.

Sie besteht aus 5 Säulen:
Akupunktur
Ernährungslehre
Kräutertherapie
Bewegungstherapie Qi-Gong
Tunis (manuelle Therapie der TCM)

In der westlichen Welt hat sich vor allem die Akupunktur als Behandlungsform etabliert. Dabei ist zu bedenken, dass die Akupunktur ungleich wirkungsvoller ist, wenn sie mit allen oder einigen Säulen der TCM kombiniert wird. In unserer Praxis bieten wir Akupunktur, Kräutertherapie sowie Einführung in Ernährungslehre und Qi-Gong an.

Die TCM ist ein ganzheitlicher Behandlungsansatz mit dem Ziel, den Menschen in einen ausgeglichenen Zustand zu bringen. Durch die verschiedenen Behandlungen ist es möglich, Energie zuzuführen oder abzuleiten, zum Fließen zu bringen und richtig zu verteilen. Es geht um einen Ausgleich der zwei Pole Yin und Yang (immer als Gegensatzpaar, z.B. kalt und warm).

Erkrankungen werden den 5 Funktionskreisen zugeordnet. Dies sind Leber, Herz, Milz, Lunge und Niere, was nur bedingt mit den Organen zu tun hat. Z.B. kann es nach langer und schwerer chronischer Erkrankung zu einer Schwächung der Nierenenergie mit Zeichen von Erschöpfung kommen. Dabei liegt kein Schaden der Nieren vor. Zusätzlich wichtig für die Behandlung ist der Temperaturzustand des Menschen. Gibt es Hitze oder Kälteanzeichen?

Um eine wirkungsvolle Behandlung durchführen zu können, sollte zuerst eine Diagnose nach Sicht der TCM gestellt werden. Diese wird mit Hilfe eines ausführlichen Erstgesprächs, der Anamnese, Puls- und Zungendiagnostik gestellt.

Ob wir Sie in unserer Praxis schon lange kennen oder ob Sie zum ersten Mal bei uns sind spielt keine Rolle. Die Diagnosestellung nach der TCM neben der Kenntnis der konservativen Medizindiagnostik ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Behandlung.

Zusammenfassung zur Akupunktur

Mit dieser zusätzlichen Leistung wollen wir unseren Patienten eine weitere Therapieoption bieten. Dieser ganzheitliche Therapieansatz kann bei chronischen Erkrankungen wie Multiple Sklerose oder Schmerzerkrankungen eine ergänzende Behandlungsstrategie sein.

Der wohl bekannteste Teil dieser komplementären Medizin ist die Akupunktur. Aus Sicht der traditionellen chinesischen Medizin ist unser Körper mit verschiedenen Meridianen (Energieleitbahnen) durchzogen. Im Krankheitsfall kommt es zum Stau des Energieflusses, oder es ist an einer bestimmten Stelle zu viel oder zu wenig Energie vorhanden. Durch die Akupunktur mit Nadeln kann direkt Einfluss auf diese Energiebahnen genommen und so Beschwerden gelindert oder Schmerzen reduziert werden.

Voraussetzung für eine wirkungsvolle Akupunktur ist in den meisten Fällen eine ausführliche Anamneseerhebung (Erfassung der Krankengeschichte) auf Grundlage der traditionellen chinesischen Medizin. Danach kann eine individuelle Therapie erstellt werden. Bei akuten Beschwerden sind gewöhnlich 1-3 Akupunktursitzungen, bei chronischen Erkrankungen ca. 10 Sitzungen und bei langjährigen Erkrankungen z.T. mehr als 15 Sitzungen notwendig.

Wir entscheiden individuell mit Ihnen, ob und wie viele Akupunktursitzungen für Sie wirkungsvoll sein können. Dem Wesentlichen nach entspricht eine Akupunktur einem individuellen Heilversuch. Die Wirkung der Akupunktur wurde aber bei einigen Krankheitsbildern wissenschaftlich nachgewiesen.

Was bedeutet Akupunktur?

Nach Ansicht der TCM ist der Körper von verschiedenen Energieleitbahnen, den sogenannten Meridianen, durchzogen. Bei der Akupunktur wird durch Nadelung einzelner Punkte Einfluss auf diese Meridiane und damit auf den Energiefluss genommen. Krankheit bedeutet immer, dass die Energie nicht richtig fließt.

Die Nadeln verursachen beim Setzen einen ganz kurzen, leichten Schmerz, der aber sofort wieder vergehen sollte. Dann werden die Nadeln teilweise gar nicht, oder teilweise als z.B. Vibrieren, wahrgenommen. Die Auswahl der Punkte erfolgt je nach Diagnose und sie werden bei jeder Sitzung individuell festgelegt.

Ablauf einer TCM/ Akupunkturbehandlung

Zuerst erfolgt ein ausführliches Patientengespräch, die sogenannte Anamnese. Diese wird durch eine Puls- und Zungendiagnostik ergänzt. Anschließend kann eine TCM-Diagnose gestellt werden.

Zum Beispiel wird eine Migräne oft durch ein „überschießendenes Leber Yang“ mitverursacht. Mit dieser Diagnose als Grundlage werden individuelle Punktkombinationen erstellt. Eine Punktkombination gibt an, an welcher Stelle die Nadeln gesetzt werden.

Die Akupunktur erfolgt im Liegen. Die Nadeln verbleiben für ca. 20 min. in der Haut. Dauernadeln werden im Normalfall nicht gesetzt.

Wichtig für den Erfolg einer Akupunktursitzung ist, dass es möglich ist, ca. 20 Minuten ruhig, entspannt und angenehm zu liegen. Deshalb betreuen wir Sie während der Behandlung und korrigieren gegebenenfalls die Nadelposition und die Länge der Behandlung.

Vor jeder Akupunktursitzung erfolgt ein Gespräch und eine erneute Puls- und Zungendiagnostik. Die Punktkombination wird danach erneut festgelegt, beibehalten, ergänzt oder ggf. umgestellt.

Akupunktur und Schmerz

Schmerz bedeutet im Sinne der TCM eine Stagnation von Qi und Blut. Beides sind Energieformen. Um den Schmerz zu lindern, muss diese Stagnation beseitigt werden.

Durch die Akupunktur kann direkt Einfluss auf die Stagnation der Energie in den Meridianen genommen werden. Durch die richtige Akupunktur kommt es wieder zu einem Fließen der Energie und damit zu einer Schmerzlinderung.

Diese Schmerzlinderung wurde auch wissenschaftlich nachgewiesen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Behandlung der chronischen Knie- und Rückenschmerzen, aber leider nur als rein symptombezogene Behandlung und nicht als ganzheitlichen Ansatz.

Die Ernährungslehre im Sinne der traditionellen chinesischen Medizin

Diätetik
Auch in der Ernährung spiegeln sich die 5 Elemente (Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser) wider. Jedes Lebensmittel ist einem Element zugeordnet.

Noch wichtiger ist aber, dass jedes Lebensmittel wärmend oder kühlend oder neutral sein kann. Je nach Verarbeitung kann sich diese Temperatureigenschaft noch einmal ändern.

Bei Krankheitsmustern, die z.B. mit Hitze und Fülle einhergehen, sollten mehr kühlende Lebensmittel zu sich genommen werden.

Buchempfehlungen:

“Chinesische Ernährungslehre”
von Pascale Anja Barmet
ISBN-13: 973-3442169290

“Feines aus der 5-Elemente-Küche”
Autoren: Ekkehart Hamma, Stefanie Hamma, Wolfgang Radi
Tinto Verlag
ISBN: 9783981084979

Therapie-Angebot

Die TCM-Behandlung kann für viele Erkrankungen als Behandlung oder Ergänzung einer schon eingeleiteten Therapie eingesetzt werden. Der Erfolg hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab.

Eingesetzt wird die TCM häufig für:
– Schmerz
– Migräne
– chronische Knie- und Rückenschmerzen
– MS
– vegetative Störungen
– Reizdarm oder Reizblase
– Frauenerkrankungen
– Tremor
– Tinnitus
– Angst
– Erschöpfung
– Schlafstörungen
– Schwindel

Akupunktur und TCM Erfahrung

Schon während meines Studiums habe ich die ersten Erfahrungen mit Akupunktur und TCM gesammelt und Kurse belegt. Im weiteren Berufsleben besuchte ich Fortbildungen zur TCM und Akupunktur. In den verschiedenen Arbeitsstellen konnte ich die Akupunktur immer wieder ergänzend anwenden. 2013 – 2015 habe ich dann einen Kurs zur traditionellen chinesischen Medizin und Akupunktur berufsbegleitend an der Universität Ulm besucht und 2015 meine Prüfung zur Zusatzbezeichnung Akupunktur abgelegt.

Lebenslauf

Schulische Ausbildung

1998 – 2001 Ernährungswissenschaftliches Gymnasium Biberach

 

Studium

Okt. 2001 – Juli 2006 Studium der Humanmedizin Universität Ulm
Aug. 2004 – Dez 2004 Auslandssemester Universität Oulu/Finnland
Aug. 2006 – Juli 2007 Praktisches Jahr Krankenhaus St. Elisabeth Ravensburg

 

Promotion

2007 Eisenstoffwechsel in einem Zellmodell für Amyotrophe Lateralsklerose
(Abteilung für Neurologie, Prof. Dr. Ludolph, Universität Ulm)

 

Beruflicher Werdegang

2007 – 2009 Assistenzärztin in der Klinik für Neurologie und Neurologische Rehabilitation Günzburg
(Chefarzt: Prof. Dr. Dr. B. Widder)
2010 Assistenzärztin Abteilung Epileptologie im ZfP Weissenau
(Chefarzt: Dr. Baier)
2011 – 2012 Assistenzärztin Abteilung Allgemeinpsychiatrie Standort Wangen im ZfP Weissenau
(Chefärztin: Dr. Göser)
2012 – 2013 Assistenzärztin Neurologische Gemeinschaftspraxis Ravensburg, Weiterbildung Neurologie
(Drs. Dieterle/Kunz/Maier-Janson)
seit 27. Juni 2013 Fachärztin für Neurologie
2013 Assistenzärztin/Neurologin Neurologische Gemeinschaftspraxis Ravensburg, Weiterbildung spezielle Schmerztherapie
(Drs. Dieterle/Kunz/Maier-Janson)
2013 – 2015 Weiterbildung Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin an der Universität Ulm
seit Nov. 2013 Neurologin Abteilung Neurologie im ZfP Weissenau, Weiterbildung spezielle Schmerztherapie
(Chefarzt Dr. Meyer)
Juni – Nov. 2014 Angestellte Ärztin in der Neurologischen Praxis Dr. Maier-Janson
seit 29. Sep. 2014 Zusatzbezeichnung: Spezielle Schmerztherapie
Nov. 2014 – Okt. 2015 Angestellte Ärztin in der Neurologischen Praxis Dr. Maier-Janson und in der Abteilung Neurologie im ZfP Weissenau
seit Feb. 2016 Angestellte Ärztin in der Neurologischen Praxis Dr. Maier-Janson